Die Arbeiterschaft hat seit der industriellen Revolution enorm viele Errungenschaften erzielen können. Der Staat hat für ein Klima zu sorgen, das es für Unternehmen attraktiv macht, Arbeitsplätze zu schaffen, aber das Klima muss arbeitnehmerfreundlich sein.

In diesem Zusammenhang braucht es einen starken Arbeitnehmerschutz und gute Arbeitsbedingungen. Jede und jeder soll von seiner Arbeitstätigkeit auch leben können. Darum braucht es einen schweizweiten Mindestlohn von monatlich CHF 4,000.00 bei einer Arbeitstätigkeit von 100%.  Keine Arbeit ist in unserem reichen Land weniger wert! Die Drohungen seitens der Arbeitgeberverbände, Mindestlöhne würden Arbeitsplätze vernichten, sind Unsinn . Auch wenn gewisse Wirtschaftsexperten diese Behauptung mit fragwürdigen Angebots- und Nachfragekurven zu belegen versuchen, so gibt es Studien die sowohl negative als auch positive Effekte aufgrund von Mindestlöhnen belegten. Die Schweiz ist ein sehr attraktives und wettbewerbsfähiges Land. Wir profitieren von vielen Vorteilen, die unser Land attraktiv für Unternehmungen machen. Mindestlöhne werden diese Attraktivität nicht -und wenn dann nur sehr unwesentlich- schmälern. Viel gefährlicher für die Attraktivität unseres Landes ist aber eine immer grösser werdende Lohnschere zwischen sehr hohen und tiefen Einkommen. Dass unser Land eine Working Poor (Menschen, die trotz Arbeit arm sind) kennt, ist angesichts unseres Wohlstandes unwürdig. Ich habe keine Mühe mit sehr hohen Löhnen, bin aber der Meinung, dass dann Mindestlöhne allemal angebracht sind.

Weiter braucht es weiterhin ein starkes Arbeitsgesetz, das die Gesundheit der Arbeitnehmenden schützt. Whistleblower sind Helden und keine Verräter. Darum müssen sie auch gesetzlich geschützt werden.