Die Schweiz ist und bleibt ein Einwanderungsland. Ca. 20% der Schweizer Bevölkerung besteht aus Ausländerinnen und Ausländern – und das ist auch gut so. Es profitieren alle davon und grundsätzlich leben „Einheimische“ und Migrantinnen und Migranten friedlich zusammen. Ohne unsere ausländische Wohnbevölkerung würde der Schweizer Wirtschaft wichtige Fachkräfte fehlen. Dies gilt auch für die Sozialwerke. So zahlen Ausländerinnen und Ausländer mehr in die AHV und IV ein, als sie daraus beziehen.

Trotzdem gibt es kulturelle Unterschiede, die immer wieder zu Vorurteilen und Missverständnissen führen.

Für ein Zusammenleben braucht es Regeln, an die sich alle zu halten haben. Integration ist der Schlüssel dazu. Ausländerinnen und Ausländer müssen sich integrieren, der Staat hat aber die nötigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Ich befürworte Integrationsvereinbarungen, in welchen der Staat sich verpflichtet, ausländischen Menschen Integrationsmöglichkeiten anzubieten. Diese müssen aber auch genutzt werden. Es muss auch möglich sein, die Aufenthaltsbewilligungen ausländischer Personen an die Integrationsvereinbarungen zu knüpfen.

Wer seit langer Zeit in der Schweiz lebt und keinen Schweizer Pass hat, soll auch abstimmen und wählen dürfen. Es ist nicht einzusehen, wieso eine Spanierin, die seit 30 Jahren in der Schweiz lebt und ein voll integriertes Mitglied unserer Gesellschaft ist, nicht mitreden soll, wenn es um die Wahl eines Schulpflegers geht, der für den Schulkreis ihres Sohnes zuständig ist. Ebenso unverständlich ist es, dass ein hier geborener 25 jähriger Italiener, der seine Steuern zahlt und bestens integriert ist, nicht mitbestimmen soll, wenn es um eine Abstimmung geht, die auch seine Altersvorsorge betrifft. Unter einer Demokratie versteht man das Mitbestimmen möglichst vieler Menschen eines Landes. Dazu gehören auch die 20% Ausländerinnen und Ausländer, zumindest jene, die seit langer Zeit in der Schweiz leben.

Rassismus zeugt von einem sehr eingeschränkten Horizont und hat in einer multikulturellen Gesellschaft keinen Platz. Minarettverbote sind völlig unnötige Provokationen für ein friedliches Zusammenleben und dienen weder der Schweiz noch der Bevölkerung irgendetwas!