Menschen die sich prostituieren sind eine gesellschaftliche Realität und muss ohne Aufregung sachlich angegangen werden. Sie zu kriminalisieren ist Unsinn und verkennt die Realität. Vor allem in Zürich war der Strassenstrich immer wieder Gegenstand von heftigen Schlagzeilen und diversen Medienberichten. Dabei wird vor allem den Prostituierten die Schuld an Missständen in die Schuhe geschoben. Das ist falsch!

Prostituierte üben einen oftmals belastenden und gefährlichen Beruf aus. Ein grosser Teil dieser Menschen befinden sich nicht freiwillig in dieser beruflichen Situation. Der Menschenhandel ist auch in der Schweiz verbreitet und muss entschlossen bekämpft werden.

Bei Massnahmen bezüglich Prostitution muss der Schutz von Prostituierten im Vordergrund stehen. Menschenhandel ist zu bekämpfen und mit der vollen Härte des Gesetzes zu bestrafen. Opfer von Menschenhandel müssen in ein Schutzprogramm aufgenommen werden und sollen eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Und zwar nicht nur während der Dauer eines Verfahrens, sondern auch danach.

Auch bei der Prostitution gilt: Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage. Insofern muss es auch möglich sein, Freier in die Pflicht zu nehmen.