Die Schweiz ist ein sicheres Land. Trotzdem brennt das Thema der Bevölkerung immer wieder unter den Nägeln.

Kriminalität muss bekämpft werden. Dafür braucht es aber zwei Ansätze: Prävention und Repression. Nur auf Prävention zu setzen und einem Straftäter unzählige Chancen zu geben ist blauäugig und verantwortungslos. Nur auf Repression zu setzen und zu denken, möglichst harte Strafen seien das ultimative Mittel, ist ebenso verfehlt. Es braucht eine sinnvolle Mischung aus beidem.

Zum Glück haben wir in der Schweiz kein Sicherheitsproblem und eine Mehrheit der Menschen fühlt sich sicher. Ich habe aber Verständnis dafür, wenn sich manche Menschen dennoch Sorgen machen. Auch wenn die Kriminalitätsrate nicht besorgniserregend ist: Jedes Opfer ist eines zu viel.

Gewalt ist unter gar keinen Umständen zu tolerieren. Gewalttätige Personen sind mit der vollen Härte des Gesetzes zu bestrafen. Dabei darf man das Augenmass aber nicht verlieren. Die Bevölkerung muss vor gewalttätigen Personen geschützt werden. Aber es reicht nicht, sie wegzusperren und zu vergessen. Was gewisse Parteien als „Luxusgefängnisse“ oder „Wohlfühlprogramme“ bezeichnen, dienen dem Schutz der Bevölkerung. Schliesslich ist hinlänglich bekannt, dass die Sozialisierung von Straftätern die Rückfallquote massiv reduziert. Nur das sorgt für echte Sicherheit.

Vor allem gewalttätige Jugendliche dürfen nicht nur weggeschlossen, sondern müssen auch therapiert werden. Jugendliche in einen Jugendknast zu werfen und bis zu ihrer Entlassung zu vergessen, bringt niemandem etwas. Im Gegenteil – erstens ist die Gefahr gross, dass die Jugendlichen noch gefährlicher werden und zweitens ist gerade bei Jugendlichen die Chance gross, dass therapeutische Massnahmen wirken und sie nicht mehr gewalttätig werden.

Auch bei Erwachsenen muss die Resozialisierung im Vordergrund bleiben. Das heisst aber nicht, dass Verbrecher mit Samthandschuhen angefasst werden müssen. Deswegen bin ich auch dagegen, dass bei gewissen Taten (z.B. sexuelle Straftaten) Geldstrafen auf Bewährung ausgesprochen werden.

Für eine sichere Schweiz braucht es:

  • genügend präventive Mittel, weil Prävention das beste Mittel gegen Kriminalität ist.
  • rasche Verfahren, damit Straftäter schnell aus dem Verkehr gezogen werden können.
  • genügend Polizei, um die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren.
  • Videoüberwachung an bestimmten Plätzen, um Übergriffe zu verhindern oder zumindest besser aufzuklären.
  • Internetfahndung bei schweren und klaren Fällen nach dem Zürcher 3-Phasen Modell; 1. Aufruf sich zu stellen, 2. Verpixelte Fotos veröffentlichen mit einer Frist sich zu melden, 3. Richtiges Foto veröffentlichen.
  • geeignete Institute, in welchen jugendliche Straftäter zwar geschlossen untergebracht, dabei aber therapiert werden.

Was es aber ganz sicher nicht braucht, ist ideologisches Geschwätz: weder von betonköpfigen Hardlinern, noch von träumerischen Schönschwätzern.